Unternehmerin, Datenmensch, keine Ärztin.
Ich bin Melanie Engeler, 42, aus dem Aargau. Ich habe mehrere Firmen aufgebaut und baue seit Jahren Systeme, Websites und Abläufe. Und seit 2024 messe ich meine eigenen Hormone. Wie es dazu kam, erzähle ich hier, weil meine Geschichte vermutlich auch deine ist.
Es fing an mit Herzrasen und Palpitationen, aus dem Nichts, oft nachts. Dazu kam ein PMS, das jeden Monat schlimmer wurde: etwa sieben Tage vor der Menstruation depressive Phasen, bis hin zu Suizidgedanken. Und dann, mit der Blutung, war alles wieder weg, als wäre nichts gewesen.
Der Kardiologe hat mich gründlich untersucht und für gesund erklärt. Das war erleichternd und gleichzeitig das Frustrierendste überhaupt, denn die Beschwerden waren ja da. Also habe ich selbst angefangen, Ursachen zu suchen: Blutwerte machen lassen, die Ernährung umgestellt, gelesen, verglichen, wieder gelesen.
Über diese Recherche bin ich auf bioidentische Hormone gestossen, und alles, was ich las, passte zu dem, was ich erlebte. Ich habe mir Progesteron verschreiben lassen. Meine Angst vor Medikamenten hat mich lange zögern lassen, ich habe mit winzigen Dosen angefangen. Aber sobald ich es regelmässig genommen habe, war das PMS weg. Nicht besser, weg.
Was mich gestört hat: Ich sollte es stur von Zyklustag 17 bis 25 nehmen. Das fühlte sich willkürlich an, denn ich hatte keine Ahnung, ob mein Körper an Tag 17 überhaupt dort war, wo der Plan ihn vermutete.
Dann habe ich den Mira-Tracker gefunden. Seither messe ich mindestens in der ersten Zyklushälfte jeden Morgen meine Hormone. Und ich habe gesehen, was kein Plan mir hätte sagen können: Mit 42 bin ich schon weit in der Perimenopause angekommen. Der Eisprung kommt nicht mehr jeden Monat, das Progesteron entsprechend auch nicht, und mein Östrogen sinkt langsam.
Deshalb habe ich vor kurzem auch mit sehr kleinen Dosen Östrogen begonnen, bevor die typischen Symptome überhaupt auftauchen. Nicht, weil es ein Plan so vorsah, sondern weil ich es in meinen Kurven sehe.
Was ich bin, und was nicht
Ich habe keine medizinische Ausbildung, und ich sage das so deutlich, weil es den Unterschied ausmacht: Ich diagnostiziere nichts, verschreibe nichts und ersetze keine Ärztin. Ich bringe dir bei, deine Daten zu lesen, damit du mit deiner Ärztin auf Augenhöhe redest.
Zur Hormontherapie habe ich eine klare Haltung: Ich bin überzeugt von bioidentischen Hormonen, ich habe an mir selbst erlebt, was sie verändern, und ich finde, dass viele Frauen viel zu lange warten. Verschreiben darf und will ich sie nicht. Aber ich sorge dafür, dass du gut vorbereitet ins Gespräch mit einer Ärztin gehst, die sich damit auskennt.
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Wenn du gerade selbst in einer dunklen Phase steckst: Du musst das nicht allein aushalten. Die Dargebotene Hand ist rund um die Uhr erreichbar unter der Nummer 143.